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"Everything about this release is perfect, this CD redefines the word "CLASSIC" for me. "
Sven Freller - Germany

9/10 - Rock Hard Magazine
REVIEWS

SACRED BLADE - Of the Sun + Moon Limited Edition

April 2005 - Hellion Records - Review by Sir Lord Doom


Diese Platte ist legendär, sie ist ein Klassiker und ich brauche doch nicht viele Worte darüber zu machen, oder? Anscheinend ja doch, denn ein Großteil der inzwischen nachgewachsenen Banger wird sich ihrer Existenz gar nicht mehr bewußt sein. Geboten wurde damals, 1986, ein sehr progressiver Metal, der nichts mit den kaltherzigen Frickeleien der heutigen "Morse Code" Progmetal Generation zu tun hat, die Riffs und Harmonien flossen ganz natürlich zu lebendigen Songs zusammen, wurden von beschwörenden Gesangslinien im Zaume gehalten und durch treibende Rhythmen mit dem nötigen Schwung versehen. Die Band um Jeff Ulmer zelebrierte hingebungsvoll ihren mystischen Stoff, der gerne einmal ganz geradlinig aus den Boxen donnern konnte, mit feiner Metalscreamstimme versehen, dann wieder mit leicht nasalem Gesang in mittleren Lagen auf den komplexeren, atmosphärischeren Songs die Gemüter der Fans betörte, sie vollkommen in den Bann der heiligen Klinge zog. Geschickt wurden auf den Songs Geschwindigkeits - und Dynamikwechsel vollzogen, die die eingängige Seite der Band nicht ins Trudeln brachten. Lasst Euch hypnotisieren, lasst Euch von den Songs durchdringen, vollzieht sie Note für Note nach und Ihr werdet nie wieder zurückkehren wollen. Die Stücke haben eine angenehm entfesselte Ausstrahlung, eine Atmosphäre wie bei einem aufziehenden Frühlingsgewittersturm, die sich hier und dort gerne in kraftvolle Powermetaleruptionen entläd, wo die Gitarren wilde Soli abfeuern und furiose Leadmelodien abfeuern, wie im schnellen "Master of the sun". Und doch sind da auch wieder rockige Stücke, die weniger von wuchtiger Instrumentierung, als mehr von den sehr eindringlichen Melodien leben. Es passiert eine ganze Menge auf diesem Album, die kleinen Details offenbahren sich oft erst nach mehrmaligem Hören und hören wird man die Scheibe oft und gerne, denn sie nutzt sich nicht ab, auch nach zehn Jahren nicht. Instrumentalsongs dürfen wohl bei einer progressiven Scheibe nicht fehlen, der erste, "The Lunar Windz", hat eine sehr friedfertige, verträumte Stimmung, wie sie Ende der 60er gerne von diversen Bands eingesetzt worden ist, der zweite ist etwas treibender, epischer, mit schwebender Ausstrahlung, sehr erhaben und majestätisch und dabei kein reines Instrumental, da hier über die gesamte Dauer des Stückes immer wieder gesprochene Textpassagen im Hintergrund auftauchen. Ach, ja, "Moon", der Song heißt schlicht und einfach "Moon". Keine aktuell aktive Band hat bisher den progressiven METAL besser inszeniert, vielleicht Sacred Blades Landsleute Thunder Rider, wobei jene wesentlich geradliniger und hymnenhafter agieren. Hemlock kämen noch in Frage, wenn es sie denn noch gäbe, aber tot ist tot und damit nicht aktuell. Nun, wie gehabt, es mag viele Bands geben, deren Sound perfekter (wobei dieses Album hier schon digital remastert wurde und man das auch hört) ist, die noch technischer zuwerke gehen und die noch vertracktere Strukturen offerieren, aber die schreiben eben nicht solch packende, inspirierte Songs, sondern basteln alleine verquere Läufe aneinander. Sacred Blade sind und bleiben einzigartig und nur wenige Bands konnten und können es mit ihnen aufnehmen.

Hellion Records

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