MCM logo
home
archives
discography
gallery
media
order



BEYOND INTO THE NIGHT OF DAY CD
ORDER NOW!


"from start to finish the quality of this album remains at the highest levels."
Lorenzo M.
(Italy)


10/10
Metal Observer (Germany)
media

OTHYRWORLD - Beyond Into the Night of Day

April 2005 - Hellion Records - Review by Sir Lord Doom

English version


Als neue Killerprogressivscheibe angepriesen wurde mir dieses Gerät hier von mehreren Leuten und da schrillten bei mir doch gleich die "Morsecode" Alarmglocken, denn ein Freund von diesem abgehackten Zeug bin ich nun wirklich nicht. Aber erstens kommt es, zweitens anders, drittens als man denkt. Jeff Ulmer, na klar, Sacred Blade. So denne, was kann dann diese Scheibe hier? Nun, viele der Songs dürften einem doch, sofern man denn alter Fan ist, bekannt vorkommen. Jeff hat hier als Comebackscheibe den Weg der Wiedereinspielung gewählt, Songs des gnadenlos majestätischen "Of the sun and moon" Albums neu aufgefrischt und sie den geneigten Fans von epischem, ausgefallenem (ich will nicht "progressiv" schreiben, da denkt doch jeder gleich an die Meister des Morsecode Sounds, Dream Theater und ihre Klonhorden) und doch einprägsamem METAL wieder zugänglich gemacht. Zudem ist auch neues Material vertreten, ganz im alten Stile gehalten, wohl aber mit frischer, zeitgemäss fetter Produktion, die jedoch sehr natürlich und nicht ansatzweise dumpf - digital daherkriecht. Getriggert wird nicht, das ist Musik von Hand gemacht für all jene Headbanger, die nicht nur die grobe Keule, sondern auch ab und zu mal Filigranität brauchen. Jeff Ulmer kann noch immer die Begriffe "Heavy" und "Metal" buchstabieren, er weitet ihren Horizont nur um space - und progrockige Elemente aus, die in keinem Fall störend, sondern immer inspiriert wirken. Ein Song wie "The Pressing", sehr weit gegen Ende des Albums, besitzt eher einen rockorientierten Charakter, ohne daß er weniger Power besitzt wie zum Beispiel der grandiose Titeltrack, der so verschachtelt und doch so mitreißend einprägsam auf Dich eindonnert. Jeff Ulmers Stimme ist dabei meist mittelhoch, etwas nasal, ab und an, bei den geradlinigsten Stücken, lässt er sich zu fantastischen Metalscreams hinreißen, die Deine Trommelfelle piercen sollten. Ein Sänger wie kein Zweiter, der neben den Großmeistern des eigenwilligen Metals, also Steve Sylvester, Mark Shelton, Tim Baker, etc. auf ewig einen Platz unter den Besten haben müßte. Komplexität muß im Falle von Othyrworld / Sacred Blade nicht bedeuten, daß das Material vollkommen sperrig im Magen liegt, die Band schreibt natürlich fließende Songs, in denen man nur soviele Details entdecken kann, daß man auch nach einem Jahrzehnt nicht genug von ihnen hat. Der geneigte Progmetaller braucht diese Scheibe ebenso wie der Freund obskuren Stahls, denn beide Seiten werden ausgezeichnet bedient. Verschachtelte Strukturen, purer, pumpender Metal, eine außergewöhnliche, majestätische Atmosphäre, die den Geist fort von dieser Welt zieht, weit hinaus in die Undendlichkeit des Universums, Melodien so üppig und schön und doch ganz ohne Kitsch und Klischees, mehr können sich die Musikliebhaber nicht wünschen. Daß hier kein Fast Food geboten wird sollte klar sein. Die Hörerschaft von Bands wie Rush hat sowas in den späten 70ern nicht gestört, vielleicht weil das Genredenken noch nicht so ausgeprägt war oder man einfach die Musik freimütiger anzuhören und nicht zu konsumieren gedachte. Für moderne Aggrometaller ist das hier nichts, für Kids, die nur den ganzen Helden - und Symphonicmetal vertragen auch nicht. Alle anderen sollten schon ein Ohr oder auch zwei riskieren. Jeff Ulmer hat sich nie an gängige Trends gehalten, immer seinen eigenen mystischen Metal zelebriert. Dafür soll ihm doch die verdiente Anerkennung zuteil werden.

Hellion Records

Click here to go to the Hellion Records website

 

clouds Site construction by Othyr World Design. Site contents © Sunshrine Productionz Inc. All rights reserved.